Diagnose und Behandlung

Informationen zur Palliativpflege

#

Viele assoziieren die Palliativpflege mit der Sterbebegleitung bzw. Hospiz. Das ist aber nicht dasselbe.1

Auch wenn die Palliativpflege die Sterbebegleitung beinhalten kann, wenn dies angemessen oder erforderlich ist, handelt es sich um weitaus mehr als nur das. Sie wird routinemäßig früher bei Erkrankungen eingesetzt als die Sterbebegleitung.1

Wenn Sie daran Interesse haben, mehr über die Sterbebegleitung zu erfahren, und der Auffassung sind, dass der Zeitpunkt gekommen ist, sie in Betracht zu ziehen, können Sie hier weitere Informationen finden.

Die Palliativ- oder unterstützende Pflege ist darauf ausgerichtet, Patienten mit schweren Erkrankungen wie Krebs zu helfen, damit sie ein möglichst erfülltes Leben führen können. Dabei wird die medizinische mit der emotionalen, spirituellen und gegebenenfalls finanziellen Unterstützung kombiniert, damit die behandelte Person eine ganzheitliche Behandlung erhält. Sie kann gleichzeitig wie die Krebstherapie durchgeführt werden.1
Ein Diagramm, das darstellt, wie die Palliativpflege medizinische, emotionale, spirituelle und gegebenenfalls finanzielle Unterstützung umfasst, um Patienten und deren Familie ganzheitlich zu betreuen.
Bei der Palliativpflege können Sie weiterhin entscheiden, welchen Behandlungen und Eingriffen Sie sich unterziehen möchten. Das ist der Unterschied zur Sterbebegleitung, bei der Sie körperlich oder geistig nicht mehr in der Lage sind, diese Entscheidungen zu treffen.

Palliativpflege bedeutet nicht jedoch nicht, dass man irgendetwas aufgibt. Es handelt sich nur um eine zusätzliche Unterstützungsmaßnahme.1

Die Palliativpflege kann eine große Auswahl an Unterstützungsdiensten umfassen. Dazu kann Folgendes gehören:

Falls Sie weiterhin aufgrund Ihrer Krebserkrankung an Schmerzen leiden, kann Ihr Pflegeteam Ihnen weitere Unterstützungsmaßnahmen anbieten, wie Medikamente, Operationen, Strahlentherapie, Physiotherapie, Ergotherapie usw.23

Damit möchte Ihr Pflegeteam entweder Ihren Schmerz oder die Symptome beseitigen oder mindestens den Schweregrad lindern, damit Sie ohne größere Einschränkungen weiterleben können.

Nach der Krebsdiagnose werden Sie gegebenenfalls verständlicherweise Angst, Stress, Depressionen, Hoffnungslosigkeit usw. fühlen. Vielleicht benötigen Sie aber auch nur jemanden, mit dem Sie sprechen können.

In diesen Fällen werden Sie möglicherweise an psychosoziale Beratungsdienste oder an psychologische Unterstützungsdienste überwiesen.2 Diese Dienste können Sie bei der Verarbeitung von emotionalen oder psychischen Problemen, an denen Sie möglicherweise leiden, unterstützen, damit Sie sich hoffentlich auf die Dinge konzentrieren können, die Ihnen wichtig sind.

Wenn Sie einem Glauben angehören, kann es für Sie eine Quelle des Trostes und der Unterstützung sein, wenn Sie Ihr örtliches Religionsoberhaupt kontaktieren.2 Viele Krankenhäuser verfügen auch über Räume, in denen Sie (oder Betreuer bzw. nahestehende Personen) beten oder nachdenken können, wenn Sie das bei einem Termin brauchen.

Möglicherweise gibt es auch bestimmt Zeremonien Ihrer Kultur oder Religion, die Sie einhalten möchten (beispielsweise Gebete, Fasten zu bestimmten Zeiten, Bäder usw.). Hierbei werden Sie ebenfalls unterstützt.

Spiritualität beschränkt sich nicht nur auf jene, die einen Glauben haben. Sie können andere Aktivitäten durchführen, die für Sie und Ihr Wohlergehen wichtig sind, wie beispielsweise das Führen eines Tagebuchs oder Meditation. Was auch immer Sie tun möchten, zögern Sie nicht, um Hilfe und Unterstützung zu bitten, falls erforderlich.

Je nachdem, wie Ihre Umstände sind oder welche Auswirkungen die Diagnose auf Ihr Arbeitsleben hat, werden Sie möglicherweise feststellen, dass Sie eine zusätzliche finanzielle Unterstützung benötigen.2 In diesen Fällen ist es manchmal möglich, mit der örtlichen Regierung oder mit gemeinnützigen Organisationen zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass Sie Leistungen oder Krankengeld erhalten, damit Sie sich weniger Sorgen um Ihre Finanzen machen müssen.

Die Dienste der Palliativpflege stehen nicht nur den Krebspatienten offen, da Ihre Familie, Freunde, Betreuer und andere geliebte Personen ein unersetzlicher Teil Ihres Unterstützungsnetzwerks sind. Sie können möglicherweise auch Ihrer Familie und Ihren geliebten Personen Unterstützung geben.2 Diese Unterstützung kann in diverser Form erfolgen:

  • Psychologische Unterstützung, wenn sie emotionale oder psychische Probleme haben
  • Hilfe bei der Beschaffung von Pflegediensten oder Freiwilligen, die einige Pflegetätigkeiten übernehmen können
  • Geben von Hilfestellung oder von Ratschlägen, wie man sich um den Gesundheitszustand einer geliebten Person kümmert

Wenn Sie denken, dass Sie von einigen der aufgeführten Unterstützungsmaßnahmen profitieren könnten, zögern Sie nicht, Ihr Pflegeteam auf Palliativpflege anzusprechen.

ALKAnaplastische Lymphomkinase
NSCLCNicht-kleinzelliges Lungenkarzinom

  1. Marie Curie. What are palliative care and end of life care? Available from: https://www.mariecurie.org.uk/help/support/diagnosed/recent-diagnosis/palliative-care-end-of-life-care. Last accessed July 2019.
  2. National Comprehensive Cancer Network (NCCN). NCCN Clinical Practice Guideline in Oncology: Palliative Care, Version 2.2019. 2019.
  3. National Comprehensive Cancer Network (NCCN). NCCN Clinical Practice Guideline in Oncology: Adult Cancer Pain, Version 2.2019. 2019.